Mittel-OL

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Der Mittel-OL bzw. die Mitteldistanz ist die mittlere der drei OL-Einzeldisziplinen (neben der Langdistanz und der Sprintdistanz). Vor Einführung der Sprint-OL-Disziplin Anfang der 2000er Jahre wurde der Mittel-OL als Kurz-OL bzw. Kurzdistanz bezeichnet.

Weltmeistertitel werden über die Mitteldistanz (bzw. Kurzdistanz) im Fuß-OL seit 1991, im Ski-OL seit 1988 und im MTB-O seit 2004 vergeben. Der Einzel-OL im Rahmen der World Games wird ebenfalls als Mittel-OL ausgetragen.

Die englische und damit offizielle internationale Bezeichnung für den Mittel-OL lautet Middle Distance (früher Short Distance).


Technische Anforderungen

(Die Ausführungen gelten für den Fuß-OL, sind aber für die anderen Orientierungssportarten analog anwendbar)

Die Sieger-Richtzeiten der IOF beim Mittel-OL liegen bei Damen wie Herren bei 30 bis 35 Minuten. Die Bahn ist demzufolge bei den Herren meist zwischen 5 und 8 km, bei den Damen zwischen 4 und 6 km lang. Der Startabstand beträgt in der Regel 2 Minuten, der Kartenmaßstab meist 1:10000.

Gemäß den Vorgaben der IOF soll beim Mittel-OL schnelles und feines Orientieren über einen mittellangen Zeitraum gefordert sein, wobei selbst kleine Fehler entscheidend über den Rennausgang sein sollen.

Das Wettkampfgelände sollte technisch schwierig (in der Regel feingliedrig) sein, jedoch gut belaufbar. Gefordert sind darüber hinaus technisch schwierige Postenstandorte, die mittellange Routenwahlen und Mikroroutenwahlen erfordern. Die Schwierigkeit für die Läufer soll darin liegen, das Lauftempo den orientierungstechnischen Schwierigkeiten anzupassen. Dazu gehört auch ein Wechsel aus mittellangen, eher leichteren Postenübergängen und schwierigen, Feinorientierung erfordernden Geländebereichen.

Die Mitteldistanz wird daher oft als die technisch anspruchsvollste OL-Disziplin bezeichnet, in ihr kommen auch Techniken des Sprint-OLs und des Lang-OLs zur Anwendung.


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