SSV Planeta Radebeul

Aus OL-Wiki

Wechseln zu: Navigation, Suche
Logo
vergrößern
Logo

Der SSV Planeta Radebeul ist ein sächsischer OL-Verein.

Organisatorische Entwicklung

Mit Beginn des Jahres 1978 startete ein Teil der Orientierungsläufer von Medizin Dresden für die damalige BSG Planeta Radebeul. Vorausgegangen waren Differenzen mit Sportfreunden von Medizin Dresden, die sich augenscheinlich nicht überwinden ließen.

Die Sektionsleitung übernahm Tassilo Schmalfeld. Als Hauptsponsor fungierte das Druckmaschinenwerk VEB Planeta Radebeul, das die anfallenden Kosten für Start- und Fahrtgelder übernahm. Neben der jährlichen Ausrichtung der Radebeuler Saisoneröffnung und den Serien-OL's gab es 1983 den ersten Höhepunkt in der Geschichte der Sektion OL: Die Ausrichtung der DDR-Meisterschaft im Einzel- und Staffellauf, die in den Gebieten "Auer" und "Friedewald" stattfanden.

Seit 1996 zog sich Tassilo Schmalfeld von der Position des Abteilungsleisters zurück. Neuer Chef wurde Sven Hockeborn. Den nächsten Höhepunkt gab es 1997, als dem SSV Planeta die Ausrichtung der deutschen Mannschaftsmeisterschaften übertragen wurde. Erstmals wurde die Wettkampfkarte "Auer" mit Ocad erstellt. So zeigten sich die ersten Spuren des Zeitalters der Rechentechnik.

2000 stand als Premiere ein Radebeuler Wettkampf im Großraum Chemnitz an. Dort machte vor allem die erstmalige Nutzung von Sportident negative Schlagzeilen. Durch den Einsatz einer noch nicht ganz ausgereiften Anwendersoftware blieb die Schnellwertung auf der Strecke. Als Lehre werden seitdem vor Wettkämpfen immer umfangreiche Tests durchgeführt. Während des Wettkampfes laufen mehrere Absicherungen parallel. Inzwischen hat das elektronische Kontrollsystem die klassischen Startkarten fast vollständig verdrängt und ist aus dem OL kaum mehr weg zu denken.

Im Jahre 2001 galt es erneut eine deutsche Meisterschaft auszurichten. Diesmal die aus zwei Läufen bestehende deutsche Meisterschaft auf der Kurzstrecke zusammen mit einem Bundesranglistenlauf am folgenden Tag. Beide Wettkämpfe fanden auf der neu aufgenommenen Kreyernkarte statt.

2005 bekam der SSV dann eher kurzfristig die Meisterschaft über die Mitteldistanz zugesprochen. Eigentlich waren zwei Bundesranglistenläufe geplant. Durch die Absage der bayrischen Veranstalter wurde dann ein Meisterschaftswochenende daraus. Statt gefunden hat alles im brandenburgischen Gröden. Infolge der Erfahrungen der letzten Jahre, der sehr engagierten und immer freundlichen Hilfe der Grödener Bevölkerung und aufgrund des speziell ausgesuchten Geländes, war dies mit Abstand der beste Wettkampf den Planeta bis dahin ausgerichtet hat.

Anfang 2006 fanden in Gröden dann die Deutschen Bestenkämpfe im Nacht-OL statt. Im Vorfeld dazu fungierte der SSV auch als Organisator des Trainingslagers der deutschen Nationalmannschaft in Dresden.

Sportliche Entwicklung

Seit Gründung der Abteilung Orientierungslauf hatte Radebeul Spitzenläufer in den eigenen Reihen. Von einem der besten Damen-Elite Vereine zu DDR Zeiten ging die Entwicklung zu einem der besten Herren-Elite Vereine Deutschlands über. Unterbrochen wurde die starke Präsenz nur in den Nachwendejahren, als einige Spitzenläufer den Verein verließen und es einige Zeit brauchte bevor der Nachwuchs bis in die Hauptklasse aufgestiegen war.

Von jeher war der Nachwuchs eines der Aushängeschilder des Vereins. Neben zahlreichen Nachwuchstiteln kamen und kommen immer wieder große Talente aus Radebeul. Eben durch dieses Plus - der sehr guten Nachwuchsarbeit mit kompetenten Trainern und großem Engagement - ist Planeta seit 1996 durchgängig im Jugend-/Juniorenkader der deutschen Nationalmannschaft vertreten. 2007 wurde Planeta durch "das grüne Band für vorbildliche Talentförderung im Verein" eine besondere Ehre zuteil. Als erster ostdeutscher OL-Verein und als dritter deutscher OL-Verein überhaupt erhielt Planeta diese Auszeichnung vom Deutschen Olympischen Sportbund und der Dresdner Bank.

Zu DDR-Zeiten gab es für die Nationalläufer zahlreiche Meistertitel und internationale Top-Resultate. Durch das Problem der beschränkten Reisemöglichkeit in der DDR-Zeit blieb den Radebeuler Läuferinnen leider die Teilnahme an einigen ganz großen internationalen Wettkämpfen verwehrt. Für ein internationales Top-Resultat im Nachwuchsbereich sorgte Christian Teich, der 2002 in der Staffel Jugend-Europameister wurde.

Weblinks

Persönliche Werkzeuge