Sprint-OL

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Der Sprint-OL bzw. die Sprintdistanz ist die jüngste OL-Einzeldisziplin. Im Vergleich mit dem Lang-OL und dem Mittel-OL ist sie auch die mit Abstand kürzeste Disziplin. Zu seinen Anfängen Ende der 90er Jahre bezeichnete man den Sprint-OL wegen des häufig verwendeten Geländetyps auch häufig als Park-OL.

Weltmeistertitel werden über die Sprintdistanz im Fuß-OL seit 2001, im Ski-OL seit 2002 und im MTB-O erstmalig 2002 und dann seit 2007 vergeben. Sprint-OL-Wettkämpfe sind auch Bestandteil des Weltcups und der Weltrangliste.

Die englische und damit offizielle internationale Bezeichnung für den Sprint-OL lautet Sprint Distance.

Seit dem Jahr 2008 wird in Deutschland auch die Deutsche Meisterschaften im Sprint-OL ausgetragen.


Inhaltsverzeichnis

Technische Anforderungen

(Die Ausführungen gelten für den Fuß-OL, sind aber für die anderen Orientierungssportarten analog anwendbar)

Die Sieger-Richtzeiten der IOF beim Sprint-OL liegen bei Damen wie Herren bei 12 bis 15 Minuten. Die Bahnen sind demzufolge je nach Gelände meist zwischen 2 und 3,5 km lang. Der Startabstand beträgt in der Regel 1 Minute, Als Kartenmaßstab wird in der Regel 1:4000 oder 1:5000 verwendet. Für Sprint-OL-Karten gibt es eine eigene Zeichennorm, die ISSOM.

Der Sprint-OL erfüllt alle Anforderungen für ein schnelles, öffentlichkeitswirksames und leicht verständliches Wettkampfformat, das es auch ermöglicht, OL-Wettkämpfe in Arealen mit Zuschauern durchzuführen.

Als Gelände werden regelmäßig Parks oder städtisches Gelände mit Häusern und Straßen verwendet, in den letzten Jahren zunehmend aber auch schnell belaufbares, offenes Waldgelände. Wettkämpfe mit wechselnden Geländeanteilen erhöhen dabei die Schwierigkeit für die Läufer.

Während die Postenstandorte an sich technisch einfach sein sollen, liegt die Schwierigkeit beim Sprint-OL in anspruchsvollen Routenwahlentscheidungen, die angesichts des geforderten sehr hohen Lauftempos große Anforderungen an die Konzentration stellen. Diese Routenwahlen wirken angesichts der meist nur knappen Sekundenabstände im Ziel meist laufentscheidend. Bei WM-Finalläufen wird im Sprint-OL die Zeit daher bis auf Zehntelsekunden genau gemessen.

Erfahrungsgemäß hat die Laufkomponente beim Sprint-OL ein größeres Gewicht als beim häufig in Waldgelände ausgetragenen Lang-OL oder Mittel-OL. Dennoch ist die orientierungstechnische Komponente nicht zu vernachlässigen, so dass der Sprint-OL nicht zwingend immer als einfachere OL-Form bezeichnet werden kann. Dennoch bietet gerade Sprint-OL OL-Neulingen und Nachwuchsläufern eine bessere Einstiegsmöglichkeit.


ISSOM

Die ISSOM sind die Internationalen Vorschriften für Sprint-Orientierungslaufkarten. Beim Sprint-OL werden dem Normal-OL sehr ähnliche Karten benutzt. Im städtischen Gebiet sind jedoch einige Besonderheiten zu berücksichtigen, insbesondere Verbote. Damit der Läufer sofort erkennt, ob ein Zaun oder ein Grundstück überquert werden darf, sind die Signaturen entsprechend abgeändert. Es kommt also nicht mehr darauf an, ob man eine kleine Mauer überspringen kann, sondern ob man es darf. Außerdem gibt es spezielle Signaturen für mehrere Laufebenen, etwa bei Unterführungen oder Überdachungen.

Download(deutsche Version)

siehe auch

Elitetipp April 2002: Sprint - nur schnell laufen?

Weblinks

Videos

Sprint-OL in Førde

Sprint-OL-Tipps (engl.)


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