Tutorial: OCAD

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Fortsetzung von Tutorial:_Kartenaufnahme

Inhaltsverzeichnis

Programm besorgen

OCAD 6 kann man sich kostenlos unter http://www.ocad.com/en/downloads.htm runterladen. Die aktuelle Version ist OCAD 10 und kann unter http://www.ocad.com/de/ bestellt werden.

(ruppiges oder steiles Gelände) als auch psychisch (dauernde Aufmerksamkeit, viele Entscheidungen).

Länger als vier bis sechs Stunden sind daher kaum sinnvoll.
Dennoch sollte man sich anschließend möglichst bald, spätestens am nächsten Tag, vor den PC setzen und die Geländearbeit in seine Karten-Stammdatei übertragen.
Die Eindrücke aus dem Wald sind dann noch frisch und man kann sich beim Zeichnen leichter erinnern.
Die Geländezeichnung wird mit ca. 200 dpi eingescannt (Graustufen oder Farbe, je nach Stiftwahl) und abgestimmt, erst grob dann feiner. Es ist oft sinnvoll, die Vorlage unter „Vorlage“ und „Optionen“ abzuschwächen, ca. 20 bis 30 Prozent, damit sie nicht so dominant ist. In OCAD 6 geht das noch nicht so stufenlos sondern unter „Optionen“ dann „Präferenzen“ und „Matte Vorlage“ nur in einfacher Form.
Ich beginne beim Zeichnen mit Linien- und Punktobjekten, Vergrößerung vierfach oder achtfach. Dabei kann man mit der rechten Maustaste jederzeit das sog. Kontextmenü aufrufen und über „Vergrößern“ den gewünschten Ausschnitt stufenlos einstellen. Über „Verkleinern“ geht es in die alte Ansicht zurück.
Wenn Flächen (Vegetation) gezeichnet werden, aktiviert man bei OCAD 8 unter „Ansicht“ die Option „Transparente Karte“, um auf die Vorlage durchsehen zu können. Das gibt es bei OCAD 6 so noch nicht. Hier wird unter „Optionen“ und „Präferenzen“ das Feld „Flächen schraffiert darstellen“ aktiviert.
Ich nenne nun stichwortartig einige wichtige OCAD-Funktionen, mit denen man nach und nach vertraut werden muss:

Zeichnungsarten

Kurve (die bereits erwähnten sog. Beziere-Kurven für Höhenlinien und kurvige Wege, Straßen etc.), Freihand (Polygon mit Normalpunkten), Gerade (Polygon mit Eckpunkten), Kreis, Ellipse.

Beim Zeichnen bestehenden Linien folgen

(sinnvoll z.B. bei Vegetationsflächen entlang von Bestandsgrenzen oder Wegen) Strg-Taste drücken, festhalten und mit der Maus der Linie folgen, Achtung bei Anfangs- und Endpunkt der bestehenden Linie.

An bestehende Linie anschließen

Umschalt-Taste drücken, festhalten und am Ende der bestehenden Linie weiterzeichnen, z.B. Höhenlinie.

Bearbeitungsarten

Punkt eines Objektes bearbeiten oder ganzes Objekt bearbeiten, z.B. verschieben.

Punkt eines Linien- oder Flächenobjektes entfernen

Strg-Tast drücken, festhalten und Punkt mit Maus anklicken.

Punkt zum Linien- oder Flächenobjekt hinzufügen

Strg- und Umschalt-Taste drücken, beide festhalten und Punkt mit Maus hinzufügen.

Die Bedeutung von Eckpunkten

wichtig z.B. für Zäune, damit dort keine Striche erscheinen.
Strichelungspunkte (OCAD 7 und 8) verhindern Unterbrechungen bei deutlichen Wegemündungen.
Funktion Umkehren für Striche an Zäunen, Böschungen etc.
Funktion Symbol wechseln für Tausch, z.B. Fußweg gegen Pfad.

Löcher aus Flächen schneiden

dazu die zu bearbeitende Fläche anklicken, Zeichenmodus wählen (z.B. Kreis), dann die Funktion „Loch herauschneiden“ (Schere mit gelbem Punkt) und mit der Maus an der gewünschten Stelle den Kreis zeichnen.

Funktionstasten

  • F5 Auffrischen
  • F6: Verschieben
  • F9: Vorlage abstimmen
  • F10: Vorlage verbergen

Rechte Maustaste

Kontextmenü.
Am Ende der Tagesarbeit regelmäßig "Optimieren/Reparieren" unter "Extras", damit die Datei klein bleibt.
Und vor allem Sicherung unter "Datei", "Sicherungskopie". Schließlich stecken schon viele Stunden Arbeit in der Kartendatei. Es sollte ein externer Datenträger sein, falls einmal die Festplatte kaputt geht. Disketten reichen für die meisten Karten vollkommen aus.
Die Datei, mit der man forlaufend arbeitet, sollte man „xyz-stammdatei.ocd“ nennen. Alle Auszüge, Probedrucke und Experimente werden dann mit Datei-Kopien gemacht, schnell zu erstellen unter „Datei“ und „Speichern unter“.

Farben und Symbole in OCAD

Farbtabelle im Menü "Symbol" unter "Farben". Aufbau von unten nach oben, d.h. eine höhere Farbe überdeckt am Bildschirm und beim PC-Drucker die tiefere.
Farben können einzeln eingestellt werden, Doppelklick auf das Farbfeld öffnet eine entsprechende Maske.
Sowohl CMYK (Cyan, Magenta, Yellow, Black) als auch RGB (Rot, Grün, Blau).
Wenn eine Farbe auf dem eigenen PC-Drucker nicht gut erscheint, muss man hier die Einstellungen ändern und dann testen.
Zahlentabelle rechts nur für Offset-Druck mit Echtfarben, dann aber sehr wichtig.

Symbol-Editor

Ein Symbol-Kästchen rechts mit rechter Maustast anklicken und dann „Bearbeiten“ wählen.
Unterschiedlich für Punkt-, Linien-, Flächen- und Text-Symbole.
Bitte den Symbol-Editor bei IOF-Symbolen vorsichtig und überlegt einsetzen. Es kann bei manchen Farbdruckern sinnvoll sein, die Punktgrößen von z.B. Bestandsgrenzen oder Trockenrinnen etwas zu erhöhen; Testen mit Dateikopie.

Einsatz von OCAD im OL-Training

Hat man nun ein kleineres oder größeres Gebiet kartiert, bietet OCAD viele Möglichkeiten für interessante Trainingskarten. Unter „Datei“ und „Drucken“ lassen sich Karten oder Ausschnitte in beliebigen Maßstäben drucken.
Reduzierte Karten sind leicht zu erstellen, indem die zu entfernenden Symbole wie Wege, Hochsitze etc. vorübergehend verborgen werden: Symbol-Kästchen mit rechter Maustaste anwählen und „Verbergen“ wählen. Das kann später wieder mit „Normal“ zurückgenommen werden.
Für Fenster-OL-Karten muss man sich zunächst in der Farbtabelle eine Farbe „Weiß“ definieren und dann weit nach oben bis unter Violett (Bahnendruck) schieben. Anschließend definiert man sich ein Flächensymbol mit diesem Weiß und überzeichnet damit alle abzudeckenden Flächen. Alternativ kann zunächst die ganze Karte mit dem Weiß überzogen werden, um anschließend rund um die Posten Kreise herauszuschneiden.
Die tollste Neuerung in OCAD 8 war für mich das Bahnlegungsmodul:
Hier können Trainings- und Wettkampfbahnen für Einzel- und Staffelläufe entworfen werden, wobei ständig die aktuelle Bahnlänge angezeigt wird.
Zunächst unter „Datei“ und „Neu“ die „Bahnlegung für Orientierungslauf“ anwählen. Der Symbolkasten rechts sieht hier etwas anders aus. Unter „Optionen“ wird der Maßstab geprüft und ggf. an die gewünschte Kartendatei angepasst. Die wird nun als Vorlage geöffnet.
Start, Posten und Ziel werden gezeichnet, wobei eventuell gleich Postenbeschreibungen mit eingegeben werden. Soll die Postenbeschreibung mit gedruckt werden, wird mit Symbol 720.0 der linke obere Rand vorgegeben.
Im Register „Bahnen“ können nun eine oder mehrere Bahnen definiert werden, die man anschließend über „Vorschau“ betrachten kann. Hier können noch die Postenzahlen verschoben und Verbindungslinien geschnitten werden. (Postenkreise kann man bei „Objekte“schneiden).
Besonders interessant unter „Optionen“ ist die Möglichkeit „Kontroll-Codes drucken“.


Weblinks

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